Förderverein Chipunga e.V. 

- Kulturaustausch und "Hilfe zur Selbsthilfe" mit der Region Chipunga / Malawi / südliches Afrika -

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Dünger

Ohne Dünger geht nichts auf den Feldern in Malawi. Es gibt zwar Gutscheine vom Staat, die für den Kauf von verbilligtem Dünger verwendet werden können, jedoch werden diese Gutscheine nicht regelmässig, zu spät oder überhaupt nicht verteilt, bzw. erreichen die Familein nicht.

Daher ist seit Jahren ein sehr grosser Anteil unseres Budgets für die Finanzierung von Dünger vorgesehen. Die Leute auf Chipunga habe selber vorgeschlagen, dass im Gegensatz zu unserer sonstigen Hilfe beim Dünger 50 % der Kosten an uns zurückfliessen sollen. Zum Teil benötigen die Familien 6-8 Monate um den zinsfrei vorgestreckten Betrag zurückzubezahlen.

Das CDC kontrolliert vor Ort ganz genau wer den Dünger für den eigenen Bedarf verwendet und wer nicht. Missbrauch, wie zum Beispiel der Weiterverkauf, wird streng kontrolliert. Somit wird verhindert, dass Dünger zweckendfremdet verwendet wird. Aktuell wurden wir von den Lehrern der Grundschule angefragt, ob wir nicht Dünger für sie vorfinanzieren können. Die Rückzahlung von 100 % wurde garantiert. Eigentlich stellt nur der sehr hohe Anschaffungsbetrag die Hürde dar - nahezu niemand in Malawi und schon gar nicht Leute der ländlichen Gegenden können es sich leisten die benötigten 2 verschiedenen Düngerarten zu kaufen. Bargeld in dieser Höhe ist einfach nicht verfügbar.



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Ausbildung Kompost

Um die totale Abhängigkeit vom oben erwähnten Kunstdünger etwas abzumildern haben wir die Leute in der Theorie und Praxis des Kompostiertns unterrichtet. In Gruppenarbeit wurden grosse Kompostlegen angelegt. Richtig durchgesetzt hat sich das Prinzip noch nicht, wir wissen nicht wer in seinem privaten Garten (und das hat auf Chipunga eigentlich jeder) Kompost verwendet.



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Ausbildung Direktsaat

Am 28.November 2009 fand auf Chipunga ein Workshop zum Thema „Anbaumethode Direktsaat“ statt. Teilgenommen haben 30 Farmarbeiter/innen und andere Leute aus der Gemeinschaft. Ein Nachbar von Bernhard Schwarz war Leiter der Veranstaltung. Jonathan vom weltwärts Team hat folgenden Bericht geschrieben:

Nach einer grundlegenden Einführung wurde der Beginn eines Films zum Thema gezeigt. Für die Filmvorführung wurde etra ein Raum hergerichtet. Der Film löste ein großes Staunen aus. So gab es immer wieder anerkennende „Ohhs“ und „Ahhs“ als im Film große Maiskolben gezeigt wurden, die durch die Effektivität dieser Anbaumethode hervorgebracht wurden.

Nach der Einführung ging es dann in die Praxis und alle versammelten sich an dem vorbereiteten Demonstrationsfeld. Die Vorgehensweise und Vorteile wurden erklärt. Die Direktsaat verzichtet komplett auf das Umgraben des Bodens. Dadurch wird die Bodenstruktur (mit all ihren Insekten und Bakterien) erhalten und so ein für malawische Bedingungen sehr effektiveres Anbauen von Pflanzen ermöglicht. Auf das wegen der anhaltenden Trockenheit gefährliche und schädliche Niederbrennen der bestehenden Vegetation zur „Reinigung“ des Feldes wird dabei komplett verzichtet. Stattdessen werden in regelmäßigen Abständen kleine Löcher gegraben, in die die Samen direkt eingebracht werden.

Durch wenig Dünger unterstützt (chemisch oder organisch – beides wurde demonstriert) wachsen die gesäten Pflanzen deutlich besser, da andere Pflanzen den gesäten Pflanzen keine Nährstoffe und Licht wegzunehmen können. Das Unkraut stirbt ab und dient wieder als natürlicher Dünger für den Boden.

Alle Teilnehmer waren mit großer Begeisterung dabei, als es darum ging, das Feld in Reihen einzuteilen, die Löcher für das Saatgut vorzubereiten und den Dünger zu verteilen. Jede/r durfte mit anpacken. Es war eine offene und entspannte Atmosphäre und es wurde viel gelacht.

Jetzt begaben sich alle zurück zum Farmgebäude, und sahen sich den Rest des begonnenen Films an. Im Film wurde das gerade ausprobierte, vertieft und zusätzliche Tipps geliefert. Handzettel, auf denen die wichtigsten Informationen zur Direktsaat zusammengefasst waren, wurden an die Teilnehmer verteilt.

Am Ende bedankten sich alle für den gelungenen Workshop . In einigen Monaten wird der Trainer wiederkommen, um die Fortschritte auf dem angelegten Feld zu begutachten und weitere Tipps zu geben.

Viele der Teilnehmer sagten auch, dass sie das an diesem Tag erlernte im eigenen Garten ausprobieren wollten. Insgesamt eine gelungene Veranstaltung, die neben einigem Spaß auch viele wichtige Aspekte zu Umweltschutz und nachhaltigem Ackerbau lieferte.

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